Schinznach-Dorf

Woche 28

Ich habe einen halben Tag lang Triebe eingeschlauft und gekappt. Sieht nicht schlecht aus. Die Triebe brechen auch jetzt immer noch sehr schnell.

Woche 26

Es ist wieder alles gemäht. Die Beeren haben schon die Grösse von Erbsen. So ein leichter Sommerregen wäre nicht falsch. Die Reben haben sehr lange Wurzeln, darum macht ihnen im Moment die Trockenheit noch nichts.

Woche 25

Es ist allerhöchste Zeit zum Entfernen der Geiztriebe und Einschlaufen. Immer wieder brechen die Triebe an der Stelle, wo sie verletzt sind, ab. Die Beeren sind nicht angeschlagen. Das Blattwerk ist etwas dürftig und ich werde sehen, ob ich alle Trauben daran lassen  kann. Ich war diese Woche sicher über 10 Stunden nur mit dieser Arbeit beschäftigt.

keine sichtbaren Verletzungen

Woche 23

6. Juni: Seit dem Hagel vor einer Woche war ich nicht mehr im Rebberg. Was erwartet mich? Viele Triebe sind abgeknickt und das Blattwerk ein wenig durchlöchert. Wir hatten Glück, andere in Schinznach hatten viel grössere Schäden.

Das 4blättrige Kleefeld ist wieder da.

Woche 22/2018

1./2. Juni Weindegustation. Unsere feinen Tropfen sind wieder erhältlich. Vor allem der spritzige Frischling passt nun herrlich zum schönen Sommerwetter und mit dem Eidechsli hat man einen schönen einheimischen Tropfen im Glas.

Viel Information von Ueli

29. Mai: Ich entferne die schlafenden Augen. Der Frost hat uns dieses Jahr verschont. Ich schlaufe die neuen Triebe ein und stelle mit staunen fest, das die ersten Gescheine zu blühen beginnen. Ich habe nachgeschaut, letztes Jahr war es drei Wochen später.

Erste Blüten

 

Woche 21/2018

23. Mai: Das Gras zwischen den Reihen ist schon mächtig gewachsen und ich schultere einmal mehr die Motorsense.

Woche 18/2018

30. April: Schon muss ich das erste Mal wieder mähen. Ich mähe erst einmal das Bord. Nicht gerade meine Lieblingstätigkeit.

Woche 17/2018

24.. April: Ich hänge 90 Ampullen auf, welche einen Lockstoff verströmen, welche die Traubenwicklermännchen ganz durcheinander bringen. Alles riecht gleich, wie sollen da die Männchen die Weibchen finden.

Woche 15/2018

10. April: Die Bögen müssen an den Stockdraht befestigt werden.

Woche 14/2018

2. April: Der Eidechsli 2017 wird abgefüllt und verzapft.                             4. April: Der Frischling 2017 kommt in die Flasche.

Woche 13/2018

26./31. März: Nun bin ich an den Pinot Noir Stöcken und muss Gas geben, dass ich fertig werde, weil nächste Woche ist Wein abfüllen.

Woche 11/2018

18. März: Reben schneiden mit 20 Gästen.

Woche 6/2018

5. Februar: Ich mache den ersten Besuch im Rebberg und schneide die „schwierigen“ Fälle.

Woche 41/2017

12. Oktober: Heute kommen die Pinot Noir Trauben an die Reihe. Wieder wird sehr genau gelesen und kontrolliert. Wir haben auch hier nur eine kleine aber feine Ernte. Genau 100 Oechsle hat Ruedi im Tank gemessen. Ich bin froh, sind die Trauben nun gelesen und das bange Warten hat ein Ende. Nun muss ich  die Bändel wieder einsammeln und die KEF Fallen entsorgen. Ich weiss nicht, ob sich die Arbeit mit den Fallen gelohnt hat, geschadet hat es auch nicht.

Liebe Tagebuchleser (allen voran Hugo), ich hoffe, meine Einträge haben Euch gefallen und denkt beim Iten Weintrinken an mich. Lilo

Woche 39

Samstag: wir lesen die weissen Trauben, wie vorhergesagt. Mit fleissigen Helfern starten wir nach dem Mittag. Wie befürchtet, hält sich der Ertrag in sehr kleinem Rahmen. Die Waage zeigt nur die Hälfte von anderen Jahren. Die Qualität war dafür sehr gut. Die Helfer haben sehr genau gelesen und keine schlechten Beeren fanden den Weg in die Presse. Ueli machte immer wieder mal einen Kontrollblick in die Kübel und konnte nur rühmen. Danke, gut gemacht. Lilo

Mittwoch: Wir haben einen Star im Rebberg. Leider kein sehr berühmter, eher ein gefürchteter Star. Nicht genug mit der KEF und dem Reh, nein jetzt sind schon die Starenschwärme im Anflug. In einer Blitzaktion habe ich etliche km gelbe Bänder gespannen, um die Vögel zu vergraulen.  Nun hoffen wir, dass das Wetter hält und wir können am Samstag lesen. Lilo

Perfekt. Einfach schön.
Perfekt. Einfach schön.

Montag: Ich habe alle KEF-Fallen mit neuem Duftstoff gefüllt. Nun hängen ca 150 Fallen bei den Blauburgunder. Es hatte einige KEF in den Fallen. Ertrunken! Zum Glück sind die Trauben unversehrt. Sie brauchen auch noch etwas Zeit zum Reifen. Bei den Weissen fällt schon bald der Startschuss. Die KEF hat nicht so gerne helle Früchte, darum ist beim R-S nicht ein so grosses Problem. In der Woche 27 habe ich den 1. Oktober als Lesebeginn vorhergesagt und es wird ziemlich sicher auch so sein. Solche Tage wie heute geben noch die nötigen Oechsle, damit wir starten. Lilo

Liest überhaupt jemand meine Eintragungen???????

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Ein Musterbeispiel.
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Jeder Sonnentag ein Oechsle mehr

Woche 37

Bis jetzt habe ich noch fast keine ungebetenen Gäste im Weinberg. Nur ein vierbeiniger Vorkoster treibt sein Unwesen. Solange er es nicht übertreibt, können wir damit leben. Wir nehmen einfach an, wir haben die besten Trauben. Unser Weinberg ist nicht am Waldrand, sondern das Reh muss über eine grössere Wiese, vorbei an andern Parzellen. Die blauen Trauben haben den Farbwechsel abgeschlossen. Bei den Weissen bekommen die ersten Trauben eine goldgelbe Farbe. Bis jetzt eigentlich eine gefreute Sache, wenn nur die KEF uns nicht immer „bedrohen“ würde. Wie heisst es so schön : Lass diesen Kelch an uns vorbeiziehen. Lilo

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Woche 35

Ca alle 2 m habe ich um und alle 5 m im  Rebberg Flaschen aufgehängt. Alle 14 Tage muss ich die Flaschen leeren und wieder neues Gemisch einfügen. Dann sieht man, ob es ungeliebte Gäste hat. Auch ein Reh hat den Weg wieder in den Rebberg gefunden. Es hat die ersten Trauben probiert. Wird sicher ein super Rehrücken! Beim Pinot Noir habe ich die Wintertrollen abgeschnitten und die sehr grünen Trauben durften auch nicht länger am Stock bleiben. Keine Traube ist am Boden sondern alle Zuhause auf dem Kompost. Ein kleiner Teil (d.h. ich habe gesamt ca 40 kg abgeschnitten) habe ich angesetzt um Verjus zu machen (das erste Mal), keine Ahnung ob er gelingt. Lilo

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Der Kontrolle nicht standgehalten
Eine selbstgebaute KEF-Falle
Eine selbstgebaute KEF-Falle

Woche 34

Kontrolle muss sein. Die weissen Trauben sind schon recht fortgeschritten. Bei den blauen Trauben ist der Farbumschlag voll im Gang. Von ganz grünen Trauben bis schon bald durchgefärbten Trauben ist alles vorhanden. Das Wetter meint es im Moment sehr gut mit den Reben. Sie können Sonne tanken. Unsere grösste Sorge gilt der KEF (Kirschessigfliege). Ich habe die ersten Fallen in Form von PET-Flaschen, mit etwas Lockstoff, aufgehängt. Bis jetzt ist Ruhe. Hoffentlich bleibt es so. Lilo

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Das freut des Winzers Herz

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Im Farbumschlag
Im Farbumschlag

Woche 33

Einmal mehr habe ich einige Stunden mit mähen verbracht. Das Gras sollte nun möglichst kurz geschnitten sein, damit sich die Kirschessigfliege nicht wohlfühlt. Alle langen Triebe, welche wieder nachgewachsen sind, habe ich auch abgeschnitten (gutes Muskeltraining für die Oberarme).  Es sieht nun richtig geputzt aus im Rebberg.            “ Staubsaugen, Boden nass aufnehmen und der Besuch kann kommen“.  Lilo

im Farbumschlag
im Farbumschlag

Woche 32

Alle Trauben sind nun ganz ausgelaubt. Die Blauburgunder haben schon ab und zu ein paar Beeren mit Farbumschlag. Nun heisst es immer schön die Trauben kontrollieren um sofort zu reagieren, wenn es nicht eine Topqualität ist. Auch muss das Gras möglichst kurz geschnitten sein, denn dieses Jahr müssen wir mit der Kirschessigfliege rechnen. Ihr gefällt es nicht so gut in der Helligkeit. Ich sammle fleissig Petflaschen, welche ich dann mit einer Lockflüssigkeit fülle und rund um den Rebberg aufhänge. Im Moment ist es noch kein Thema, aber diesen Sommer war es zuwenig lang heiss, um die Schädlinge zu eliminieren. Lilo

Woche 31

Meine Schwiegermutter hat immer gesagt: wenn man mit Auslauben beginnt, muss die Traube die Sonne sehen, aber die Sonne die Traube nicht. Vieles wird anders gemacht als früher, aber einiges hat sich doch bewährt. Ich halte mich soweit daran, wie ich es sinnvoll finde, d.h.  ich nehme die Blätter um die Trauben weg, aber am Anfang nur Morgensonneseite. So bekommt sie Luft und ich sehe, wieviel ich regulieren muss. Dieses Jahr hat diese Arbeit Väterchen Frost erledigt. Während ich stundenlang Blätter entferne, wird in einer Parzelle in der Nähe die langen und seitlichen Triebe maschinell gekapt und zwar innerhalb einer halben Stunde. Ich habe dafür fast einen Tag gebraucht. Ich kenne dafür nun fast jede Traube. Lilo

mässiger Behang
mässiger Behang
guter Behang
guter Behang

Woche 29

In den letzten Tagen bin ich schon um 7 Uhr im Rebberg gewesen. Das Gras musste gemäht werden und die langen Triebe gekapt.  Da das Thermometer immer über 30 Grad wanderte, verlies ich spätestens um 11 Uhr unseren Rebberg. Nach 3 Tagen munteres Werken sieht es richtig gut aus. Es wird keine lange Pause geben, denn die Trauben müssen jetzt dann mehr Luft und Sonne haben, dass heisst, die untersten Blätter um die Trauben werden entfernt. Dann haben wir auch einen besseren Überblick, wieviel Trauben am Stock sind. Lilo

Vorher
Vorher
Nachher

Woche 27

Dieselbe Stelle, dieselbe Arbeit. Reihe rauf, Reihe runter; einschlaufen, ausbrechen und die längsten Triebe kapen. Die Trauben haben unterschiedliche Grössen, die einten sind fertig mit blühen und bei den andern sind die Beeren schon 2mm gross. Vielleicht gibt es dieses Jahr eine Vorleset, dass hatten wir schon lange nicht mehr. Wenn ja die Regel stimmt, dass 100 Tage nach der blühet die Leset ist, würde dass heissen, ca in der Woche 39 oder genauer gesagt 1. Oktober ist der Startschuss, oder halt nicht. Lilo

Woche 25

Montag : Endlich scheint die Sonne und somit ist der Gang in den Rebberg dringend nötig. Nicht nur die Triebe sind gewachsen sondern auch das Gras. Bei diesen Temperaturen wachsen die Triebe pro Tag 10 cm, ja, richtig gelesen 10 cm. Nachdem das Gras gemäht ist geht es ans einschlaufen, eine Arbeit, welche sich nun über Wochen hinzieht.  Mittwoch : während ich die Triebe einschlaufe und die Geiztriebe ausbreche, sehe ich schon die ersten Gescheine blühen. Überall in den Rebbergen wird nun fleissig gearbeitet. Die letzte Regenwoche muss arbeitsmässig aufgeholt werden. Lilo

 

Das Gras ist gemäht, und die Blindschleiche lebt noch! Weitere Bilder unter: Natur im Rebberg

Blindschleiche
Blindschleiche

Woche 22

Schon ist sie wieder vorbei, unsere Weindegustation. Leider wollte das Wetter nicht recht mitmachen und so beschlossen wir,  die Degustation im Hobbyraum zu machen. Ueli verbrachte Stunden am PC für einen informativen Rückblick vom Rebenjahr. Ich schnitt für beide Abende 3 Seiten Speck (Metzgerei Höhn ist zu empfehlen) und hobelte 6 kg Käse. Es waren zwei tolle Abende und wir freuten uns sehr, dass unser Wein so gut bei den Gästen ankam. Am Sonntag ging es ans aufräumen. nun sind alle Spuren beseitigt und der Rebberg ruft wieder. Lilo

Stilleben
Stilleben

Woche 21

Es sind doch noch ein paar schlafende Augen erwacht. Die Triebe sind zwischen 1 bis 25 cm lang.  So ungleich habe ich den Rebberg noch nie erlebt.  Das Wetter wird immer besser und es ist genügend Feuchtigkeit vorhanden, d.h. die Reben geben Vollgas. Lilo

Woche 20

Die Frostschäden vom 28. April werden langsam sichtbar. Bei den weissen Trauben rechnen wir mit einem Ausfall von 50%. Bei den roten Trauben hält sich der Schaden mit 20% in Grenzen. Vor allem die Reben in tieferen Lagen haben gelitten.

Rebe mit Frostschaden
Rebe mit gesundem und verfrorenem Bogen
Auge gesund
Austrieb aus gesundem Auge
Auge mit Frost
Verfrorenes Auge

Woche 19

Das Gras im Rebberg ist gemäht. Leider hat Väterchen Frost auch bei uns zugeschlagen. Nicht alle Triebe haben die kalte Nacht überstanden. Hie und da erwacht hoffentlich noch ein schlafendes Auge, aber auch diese haben halt nicht alle überlebt. Nächste Woche wissen wir mehr. Wie heisst es so schön, abwarten und Wein trinken.     Zu Hause habe ich die gut 1000 Flaschen etikettiert und zum Verkauf verpackt. Lilo

Zum Etikettieren bereit
Zum Etikettieren bereit

 

20 Jahre Weinbau Ueli und Lilo Iten